Kirschlorbeer genolia – schön, aber giftig

„Kauf dir Kirschlorbeer-Sträucher!“, meinte einst meine Schwiegermutter als ich mir einen Pachtgarten zulegt hatte. Sie hatte recht. Der Kirschlorbeer genolia ist ein echter Allrounder, der als einzelne Pflanze ebenso wie als Heckenpflanze sehr attraktiv ist und pflegeleicht. Auch als Kübelpflanze für Terrassen ist dieser Strauch geeignet.

Die Lorbeerkirsche – so wird dieser Zierstrauch ebenfalls genannt – zählt zur Familie der Rosengewächse. Der wissenschaftliche Name ist Prunus laurocerasus. Kirschlorbeer genolia ist eine immergrüne Pflanze, die auch in unseren Breiten bis zu sieben Meter hoch werden kann.

kompakte Hecke

Ich persönlich schätze an dem Strauch ganz besonders seine Robustheit und Wandlungsfähigheit im Laufe des Jahres. Auch wenn ich das schöne satte Blattgrün das ganz Jahr über bewundern kann, finde ich die Entwicklung der Blütenstände ganz früh im Jahr besonders schön. Diese sind, sobald sie sich öffnen, weiß, stehen aufrecht und erinnern an die Traubenkirsche. Im Sommer entwickeln sich daraus schwarze Früchte mit Stein.

Über den herrlichen Duft der Blüten kann ich mich in jedem Jahr etwa drei Monate zwischen April und Juni freuen. Nicht vergessen möchte ich, dass Kirschlorbeer auch einen ganz praktischen Nutzen hat:Wer Privatsphäre sucht, ist gut beraten, wenn die Terrasse oder das Grundstück mit einer Hecke aus Lorbeerkirschen begrenzt wird. Auch Parzellen auf Campingplätzen können auf diese Art und Weise dekorativ eingerahmt werden.

hrochwertige Qualität

Wissenswertes über die Giftpflanze

Neulich habe ich gelesen, dass Kirschlorbeer genolia einst ein beliebtes Hilfsmittel zu Präparieren und Weichmachen war, weil die Blausäure, die in der Pflanze enthalten ist, organische Stoffe geschmeidiger macht. Das ist zwar hochinteressant, aber daraus ergeben sich einige Vorsichtsmaßnahmen.

Die ganze Pflanze ist giftig. Wenn ich Besuch von Familien mit kleinen Kindern habe, warne ich davor. Zum Glück finden Kinder die schwarzen Beeren meist nicht sonderlich attraktiv, aber dennoch ist Vorsicht geboten.

Es heißt, dass zehn Beeren bereits tödlich wirken. Bei Kindern ist die gefährliche Dosis wesentlich geringer. Sollte dennoch eine Beere verschluckt werden (unzerkaut ist das besonders gefährlich), sollte man unbedingt sofort viel Wasser trinken.

Trotz aller Giftigkeit wissen einige Völker den bitteren Geschmack der Beeren zu schätzen, stellen daraus Trockenobst und Marmelade her.