Trading-Tipps: Wie du deine Disziplin als Trader sofort steigerst

In diesem Artikel verrate ich dir vielfach erprobte Trading-Tipps, um schneller zu lernen und deine Disziplin schlagartig zu verbessern.

Warum? Weil Disziplin eine Grundvoraussetzung für erfolgreiches Traden ist.

Zuerst musst du jedoch wissen, welche Einflussfaktoren am zerstörerrischsten auf deine Disziplin beim Daytrading, und im Börsenhandel allgemein, einwirken.

Warum habe ich mir gerade dieses Thema vorgenommen?

Ganz einfach:

Aus eigenen Erfahrungen und Gesprächen mit anderen Tradern weiß ich, dass vor allen Dingen zwei destruktive Kräfte walten, die deine Disziplin heute und seit jeher beim Aktien, Forex und CFD Trading auf eine harte Probe stellen.

Damit du schnellste Fortschritte machst fange ich mit dem Disziplinkiller an auf den du am einfachsten Einfluss nehmen kannst.

Tipps

Trading-Tipps für mehr Disziplin – Tipp Nummer 1: Hebel bzw Positionsgröße in Zaum halten

Mein wichtigster Trading-Tipp für heute gleich zu Beginn: Senke dein maximales Verlustrisiko pro Trade.

Die meisten Anfängertrader fahren ein viel zu hohes Risiko für ihr Konto und ihre finanzielle Situation. 

Daraus resultieren starke Kontoschwankungen in beide Richtungen. Selbst jemand der gut tradet, wird durch überhebeltes Trading verunsichert. Mit teils katastrophalen Auswirkungen auf die Tradingdisziplin. 

Sobald das Risiko beim Trading für dich zu große Ausmaße annimmt, bekommst du mentale Probleme beim Umsetzen deines Tradingplans. Egal wie erfahren du bist und egal wie gut deine Strategie auch sein mag. 

Mit Änderungen beim Hebel erzielst du den durchschlagendsten Effekt, wenn du deine Disziplin verbessern möchtest. 

Welcher Hebel zu dir passt, ist nicht pauschal zu beantworten. 

Hier einige Einflussfaktoren:  

  • Dein grundlegender Charakter (zurückhaltend, draufgängerisch)
  • Deine aktuelle Stimmung (optimistisch, aggressiv, ängstlich, pessimistisch, angespannt)
  • Deine finanzielle Ausgangssituation (Risikokapital, Rücklagen, Anzahl Einkommensquellen)
  • Deine Tradingziele (maximale Rendite, niedriger Drawdown)

6 Trading-Tipps für ein angemessenes Risiko beim Traden verschiedener Handelsstile

Daytrading:  

Max 2% Risikokapitaleinsatz pro Trade! Besser weniger, gerade wenn die Handelsfrequenz recht hoch ist (5 plus x Trades pro Tag). 

Swingtrading:  

Max 5% pro Trade! 

Längerfristige Positionen:  

Max 10% pro Trade! 

An dieser Stelle einige weiterführende Trading-Tipps für Aktionsschritte, die du vornehmen solltest, um sofort deine Disziplin zu verbessern: 

Passe dein Risiko pro Trade so an, dass du mental auch mit fünf 1R (Initial-Stop-Loss wird ausgelöst) Verlusten in Folge klarkommst. 

Weitere Optionen: 

  • wechsel das Tradinginstrument (bei einem Tradingkonto unter 20k, solltest du CFDs oder Forex traden).
  • wechsel den Markt (trade einen Markt mit weniger Volatilität).
  • sorge für mehr Risikokapital.

Zwischenfazit: Bevor du verzweifelt versuchst mit Hilfsmitteln auf deine Tradingpychologie einzuwirken, schraube erstmal dein Risiko runter. Mehrere Totalverluste dürfen dich mental nicht destabilisieren.

Jetzt verrate ich dir den zweiten Disziplinkiller, der jeden Trader heimsucht und der ebenfalls relativ einfach auszumärzen ist. Die Schwierigkeit liegt vor allem darin ihn überhaupt als Killer deiner Tradingdisziplin zu erkennen.  

Hast du eine Ahnung? Ich helfe dir ein bischen nach: Es ist die Geduld! Dazu kommt jedoch noch eine Sache: Die Langeweile!

Traiding

Trading-Tipps für mehr Disziplin – Tipp Nummer 2: Der richtige Umgang mit Geduld & Langeweile

Geduld ist ein stark unterschätzter Störfaktor, wenn es um das Einhalten von Tradingregeln geht. Ungeduld führt zu planlosen Trades, die du eigentlich nach deinem System nicht machen dürftest. 

Desweiteren führt sie zu verfrühten Gewinnmitnahmen oder einer zu hohen Positionsgröße in einem Trade, da du möglichst schnell dein Tagesziel erreichen, oder Verluste ausgleichen möchtest. 

Ein Trader der notorisch ungeduldig ist, hat es sehr schwer langfristig Gewinn einzufahren. Geduld ist eine Kardinalstugend für jeden Trader. Du musst dich immer wieder darin üben.

Fakt ist auch:

Einem zappeligen Charaktertyp wird es schwer fallen ein Meister der Geduld zu werden. 

Was du tun kannst:

1. Finde unbedingt heraus, was du für ein Charaktertyp bist.

Weißt du es,

2. wähle danach deinen Tradingstil aus. 

Wichtig: Als sehr ungeduldiger, thrillorientierter Mensch musst du es unbedingt vermeiden einen Stil zu traden der nicht viel Action bietet. 

Vier Trading-Tipps für den ungeduldigen Menschentyp:

  • Bist du von Natur aus hibbelig und brauchst Action, eignen sich vor allem kurzfristige Tradingstile für dich (Scalpen, Market Making).
  • Oder du tradest über sehr viele verschiedene Märkte, damit du wenig Leerlauf zwischen den einzelnen Trades hast.

 Eine andere Taktik:

  • Bewusst verkürzte Handelszeiten durch Konzentration auf ein bestimmtes Zeitfenster (z.B. Openphase, Closephase).

 Eine konträre Taktik: 

  • Du handelst einen Ansatz, der dir genug Zeit für andere Aufgaben nebenher ermöglicht.

Durch sie lenkst du ab und bekommst deine Action aus dem Zusammenspiel deiner verschiedenen Tätigkeiten während des Tradingtages.


Schlussglocke


Diese Trading-Tipps sollten ungeduldigen Tradern eine gute Hilfestellung bieten, damit sie schnell disziplinierter traden. Sei dir darüber bewusst, welche negativen Einflüsse Ungeduld und Langeweile beim Trading haben können. Sie bringen dich schlimmstenfalls um die Früchte deiner Arbeit, genauso wie der falsche Hebel. Fehler, welche dem Diszplinkiller Ungeduld und Langeweile zugeschrieben werden können, sind extrem frustrierend und ärgerlich. Du wirst automatisch anfällig für frustbedingte Folgefehler.